Angesichts der derzeitigen Rekordstände bei den Energiepreisen müssen sich Mieter in Deutschland auf höhere Rechnungen für Heizung und Warmwasser einstellen. Da sich die Preisspirale für Strom, Gas, Heizöl und Wasser weiterhin nach oben dreht, befürchten Experten, dass die Betriebskosten bei preiswerten Mietwohnungen schon bald genauso hoch sein könnten, wie deren Kaltmiete.
doodle, Huldigung an die Erfindung des Lasers vor 48 Jahren
Davon geht nun auch der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, aus. Künftig dürfte der Anteil der Betriebskosten, die sogenannte zweite Miete, auf 40% steigen. Rips: „Das ist der höchste Wert, den wir je hatten.“ Bislang habe der Anteil der zweiten Miete an den Gesamtkosten rund ein Drittel betragen.
Unter diesem Aspekt werden Verbraucher gezwungen, immer häufiger Vergleiche anzustellen und ihre Anbieter gegebenenfalls zu wechseln, um wenigstens die Kosten und Preise mitzubestimmen, die man damit beeinflussen kann. Keine leichte Aufgabe, denn inzwischen locken viele Anbieter mit Bonusofferten, die zum Teil von höheren Grund- oder Verbraucherpreisen durchaus wieder aufgefressen werden könnten. Es lohnt sich also unbedingt zweimal hinzuschauen und mehrere Vergleiche durchzuführen, damit man den Durchblick im Tarif-Dschungel nicht verliert.
Aber auch Vermieter und Immobilienbesitzer müssen sich ab 1. Juli 2008 auf Neuerungen einstellen - dann wird der lang und vieldiskutierte Energiepass Pflicht, der wiederum die Mieten steigen lassen könnte. Für alle, denen der Energiedschungel über den Kopf gewachsen ist, sei der Tipp gegeben, sich von einem Energieberater ein Energieberatungsgutachten erstellen zu lassen. Die Ausgaben für Gutachten, Energiepass oder Energieausweis rechnen sich bei den explodierenden Energiepreisen dank fachmännischer Analyse mit Vorschlägen zu Energiesparmaßnahmen und Inanspruchnahme von Fördergeldern schon innerhalb kürzester Zeit.
In Leipzig ist der 49,9%ige Verkauf der Stadtwerke (SWL) per Bürgerentscheid im Januar 2008 zunächst vereitelt worden. Die Stadt versprach sich von dem Verkauf ihrer Stadtwerke an einen französischen Konzern einen nachdrücklichen Abbau ihres Schuldenbergs. Jetzt veröffentlichte die Stadtwerke Leipzig GmbH das Ergebnis ihrer Geschäftstätigkeit für das Jahr 2007 und deren Umsatzzahlen. Demnach sind die Umsatzerlöse beträchtlich gestiegen und erreichten im vergangenen Jahr 2,09 Milliarden Euro und damit 355 Millionen Euro mehr im Vergleich zu 2006. Diese Ausbeute sei vor allem auf den kontinuierlichen Ausbau des Energiegroßhandels (Energieversorger, Weiterverteiler, Kraftwerksbetreiber, Industriekunden etc.) zurückzuführen. Zu einem der namhaften Großkunden gehört z.B. die Hamburger Wasserwerke GmbH. Mit dem Modell „Bestpreis-Strom“ bieten die Stadtwerke seit Einführung 12/2007 ihren Privatkunden eine preisstabile Alternative und fördern das Umweltbewusstsein. Für Kunden mit einem Bestpreis-Strom-3-Vertrag bleibt der Preis bis Ende März 2009 ungeachtet der Preismarktentwicklung gleich. Zu dem Vertragsangebot locken die Leipziger Stromanbieter bei Vertragsabschluss mit günstigen Stromspargeräten. (Energiesparlampe zum Vorzugspreis von 1€ statt 7€, Money Saver 6-fach-Steckdosenleiste 3€ statt 19€).
Derzeit arbeitet die Stadt Leipzig am neuen Mietspiegel 2008, der voraussichtlich im August 2008 den alten Mietspiegel von 2005 ablösen wird. Für die Erarbeitung des Mitspiegels werden nach einem repräsentativen Zufallsprinzip seit Anfang 2008 mehrere Tausend Mieter und Vermieter zu ihren Wohnverhältnissen und deren Kosten befragt. Die derzeit aktuelle Betriebskostenbroschüre 2007/2008 kann man in allen Bürgerämtern der Stadt Leipzig, käuflich (2,00€) erwerben.
Buchempfehlung:
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geschrieben von: Birgit Klawonn


















