Während wir Flachland-Hasen noch staunend und winterglücksselig die letzten Reste unserer mit Stolz und kindlicher Freude erbauten Schneemänner betrachten, ist hinterrücks die Grippe in Deutschland eingefallen. Der sensationelle Winter 2009 hat seinen kalten Griff etwas gelockert und ab und zu schickt Väterchen Frost sogar ein paar Sonnenstrahlen durch den Leipziger DHL-Himmel. Währenddessen steigt das Patientenbarometer in den deutschen Arztpraxen unaufhaltsam. Und weil es nun auch meine liebe Teampartnerin -DAS BIRTSCHI- erwischt hat, sorge ich heute mal mit ein paar Gedanken für Bewegung auf diesem tollen Hobbyblog!
Zunächst einmal alles Liebe und vor allem schnelle Besserung, du fehlst uns Cookie - und das mit dem Loquat wird nachgeholt! Mach’ Dir keine Sorgen, Dr. Bob schaukelt den kleinen Nils schon und beim nächsten Mal nehm ich Dich zum Pieksen mit…
Wer jetzt noch nicht geimpft ist, sollte es auf jeden Fall noch schleunigst nachholen. Nachdem, was ich gesehen habe, lohnt es sich auf jeden Fall noch. Vor allem „De Jekken” haben bei sofortigem Handeln noch gute Chancen, rotznasenfrei durch die 5. Jahreszeit zu kommen.
Grippeschutzimpfung JA!
Impftauglich ist jeder, der in den letzten 14 Tagen gesund war, also keine Erkältung oder Infekt hatte. Erfahrungsgemäß muss man für die Impfung keine langen Warteraumzeiten in Kauf nehmen, geimpft wird in fast allen Arztpraxen, also nicht nur beim Allgemeinmediziner. Die Praxisgebühr wird dafür nicht erhoben, auch wenn Sie in diesem Quartal noch nicht beim Arzt waren und die Grippeschutzimpfungen werden von fast allen Kassen bezahlt. Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis ein vollständiger Immunschutz aufgebaut ist. Gefährdet sind vor allem kleine Kinder und ältere Menschen, sowie Menschen mit einem schwachen Immunsystem oder chronischen Vorerkrankungen.
Grippewelle Deutschland 2009
Nach Experten Angaben geht das Grippe-Gespenst 2009 in Form des sogenannten Brisbane-Virus um. Der Erreger hatte 2007 in Australien eine schwere Grippeepidemie ausgelöst, 2 Jahre war er über Europa bis zu uns nach Deutschland unterwegs und hat nichts an seiner todbringenden Kraft verloren. Einige europäische Länder vermelden bereits eine rapide Ausbreitung der Viren. Großbritannien und Deutschland rechnen mit der schlimmsten Grippewelle seit 10 Jahren. Bei unseren österreichischen Nachbarn ist auf Grund der sprunghaft angestiegenen Krankheitsfälle bereits der Impfstoff ausgegangen. Der diesjährige ausgegebene Impfstoff schützt auch vor dem derzeit grassierenden Brisbane-Virus vom Influenza A H3N2-Virusstamm. Der H3N2-Virus verursacht sehr häufig sehr schwere Krankheitsverläufe. Im Internet findet man alljährlich zur Grippezeit gut geführte Webseiten, die den aktuellen Stand der Grippewelle in sogenannten Grippe-Tickern dokumentieren.
Immer wieder wird die echte Influenza mit einem grippalen Infekt verwechselt. Wer eine Influenza einmal durchzustehen hatte, weiß um den dramatischen und oft auch sehr schmerzhaften Unterschied.
Erkennungsmerkmale der echten Grippe
- Urplötzlich auftretende Symptome wie Husten, Kopf- und Gliederschmerzen von heftigstem Ausmaß, einhergehend mit hohem Fieber, nicht unter 38,5° und nicht selten über 40°
- Schnupfen ist am Anfang eher selten dabei, Ausnahmen bestätigen jedoch immer die Regel
- Totale Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Fieberschübe mit Schüttelfrost und Muskelkrämpfen, Kreislaufschwankungen, Schwindelgefühle, Übelkeit und Erbrechen
- Man fühlt sich nicht nur krank - man ist so krank, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist, selbst leichte Hausarbeiten sind mitunter nicht mehr zu bewältigen
- Absolute Bettruhe ist in der akuten Phase fast immer unumgänglich
- Für eine Erkältung oder den grippalen Infekt gilt: kommt 3 Tage, bleibt 3 Tage und geht 3 Tage - Für eine Influenza gilt: sie kommt quasi “über Nacht” und bleibt nicht selten 14 Tage und länger, bevor alle Beschwerden wieder restlos abgeklungen sind

Erste Hilfe bei Influenza
- Sucht man den Arzt innerhalb der ersten 48h der auftretenden Symptome auf, kann die Verordnung von z.B. „Tamiflu” den aggressiven Verlauf einer Influenza eindämmen, sofern der Arzt auch eine Virusgrippe diagnostiziert
- Eindeutig nachweisen lässt sich der Erreger nur durch eine Blutuntersuchung
- Die in Apotheken erhältlichen Grippe-Tests sind nicht 100%ig zuverlässig und zudem recht teuer, da sie privat bezahlt werden müssen
- Bettruhe und viel Schlaf in einem gut zu belüftendem Raum
- Viel Trinken, Diät- bzw. ganz leichte Kost
- Medikamente nur nach ärztlicher Indikation
- Bei hohem und lang anhaltendem Fieber (über 39,8) zu bewährten Hausmitteln wie Wadenwickel greifen, ansonsten hat auch das Fieber eine positive Funktion
- Alle handelsüblichen „Grippemittel” wie WickMedinait, Grippostat u.a. sind völlig ungeeignet
- bitte nur Papiertaschentücher wie z.B. “TEMPO” verwenden
- Bei Kindern unter 2 Jahren können Einreibemittel mit ätherischen Ölen wie „Wick VapoRub” oder „Pulmotin” lebensbedrohende Zustände (Atemschock) auslösen!
Risiken einer Influenza
Da die Influenza immer den Weg durch die oberen Atemwege nimmt, sind Menschen mit bereits bestehenden Lungen-Vorerkrankungen besonders gefährdet. Nicht selten besteht die große Gefahr einer sogenannten Superinfektion durch zusätzliche Bakterien, die das ohnehin geschwächte Barrieresystem nun ungehindert passieren können. Lungentzündungen sind die Folge - wie bei unserem Coockie
;-)
Außerdem kann eine Grippe auch Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen, im Winter auftretende Herzinfarkte stehen nicht selten in Verbindung mit dem Grippevirus. Nicht ausgeheilte Infektionen, die Ignoranz der Symptome mit unverminderter Belastung des erkrankten Körpers können Herzkranzgefäßentzündungen verursachen, die als Spätfolge nicht selten zu einem Herzinfarkt führen.
Virusgrippe Symptome, Diagnose und Therapie
Zusammengefasst und auf Wunsch meiner Teampartnerin Birtschi habe ich Euch hier alle wissenswerten und (überlebens-)notwendigen Informationen zur Grippe recherchiert →Stichwörter sind mit weiterführenden Links markiert:
- Symptome einer echten Virus Grippe (Influenza)
- Diagnose einer echten Virus Grippe (Influenza)
- Therapie einer echten Virus Grippe (Influenza)
- Tipps zur Grippeschutzimfung
Kommen Sie gut und gesund durch den Winter und die Grippewelle 2009 !
@Birtschi: ich hoffe, Du bist zufrieden mit mir-Küßchen nehme ich bis zur völligen Genesung lieber von Ferrero-cu Nils und Dr. Bob
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geschrieben von: Nils


















