CHARMIN – das ist der Inbegriff für Luxusmomente auf dem Lokus, für Streicheleinheiten und saubere Geschäfte. Die Nachricht traf die eingeschworene Gemeinde der Klopapierfetischisten jetzt hart und unerwartet: CHARMIN wurde aus dem Paradies vertrieben! Der smarte Braunbär wurde zum Abschuss freigegeben – sein Leben hängt nur noch an einem papiernen Faden. Eine bärenstarke Zeit naht sich dem Ende, nun brechen vermutlich ganz wörtlich beschi…. Zeiten an. Die Bankenkrise ist angekommen auf deutschen Latrinen, vorbei die Zeit samtweicher Landungen und Kuschelhygiene. Jetzt wird wieder einheitlich abgeputzt, ohne Firlefanz und Zeitverschwendung. Gibt es ein Leben nach CHARMIN? Kann man mit einer Aktion wie Rettet den Charmin-Bär! jetzt noch was reißen? Einen Versuch ist es wert! Dies ist die wohl innigste Liebeserklärung, die ich je einem Bären gegeben habe…
Mit dem Haribo-Bär fing alles an
Das Maß ist voll! Hiermit rufe ich meinen ganz persönlichen Bären-Notstand aus!
Als mit der großen Wende 1989 der HARIBO-Goldbär seinen einzigartigen Geschmack und Biss verlor und er verblasste, weil sein Bärenblut gegen fadere, dafür wohl viel gesündere und zeitgemäße Fruchtgummistoffe ausgetauscht wurde, tat das zwar seiner weltweiten Popularität keinen Abbruch, für mich persönlich brach da jedoch eine schwere Zeit des Abschieds und der Abstinenz an und läutete den schleichenden Beginn meiner ganz persönlichen Bärenkrise ein.
Es dauerte viele Jahre, bis ich mich einlassen konnte und neue BEAR’S & FRIENDS in einem neuen BÄRENLAND fand, die trotz natürlicher Frucht- und Pflanzenkonzentrate meinen Geschmacksanspruch befriedigen konnten – den künstlich-grünen Goldbären allerdings, vermochte bisher keiner zu ersetzen.
Problembär Bruno
Als im Juni 2006 der italienische Grenzgänger und Braunbär „Bruno“ heimtückisch von bayerischen Deppen ermordet wurde, amüsierte sich zunächst ganz Europa über die politischen Diskussionen um den Problembären der Deutschen und war schockiert über die weidmännischen Maßnahmen, die in einer barbarischen Hetzjagd endeten und schließlich brutal und völlig unnötig zum Tod von Bruno führten. Die Tragödie gipfelte 2008 in einer grotesken Zurschaustellung – ausgestopft mit anklagenden Kulleraugen im Münchner Museum Mensch und Natur. Da feierte der legendäre französische Film „Der Bär“ von Jean-Jacques Annaud gerade seinen 20. Geburtstag. In stiller Erinnerung tauften wir einen bei Deichmann günstig erstandenen Braun-Plüsch-Bären kurzerhand in Bruno um. Er leistete mir kurze Zeit tröstenden Braunbär-Rücken-Ersatz im zu groß gewordenen Doppelbett und erfreut mittlerweile nun alle Kinder in einem Wartezimmer einer Sprachheilpraxis. Wasch- und Schleudergänge bei 1600 Umdrehungen/Minute überstand er stets munter und unbeschadet und dank „KUSCHELWEICH“ wird er nie mufflig.
Eisbärliebling Knut
Als dann Ende 2006 das Eisbärkind „KNUT“ das Licht des Berliner Zoos erblickte, wollten die Deutschen aller Welt offenbar zeigen, dass sie doch ein Herz für Bären haben. Knut wurde der Liebling der Nation und ein Medienstar. Inzwischen ist Knut ein stattlicher Eisbär und gar nicht mehr knuddelig. Dennoch ist er ein Star geblieben. Sein Ziehvater, von dem man ihn gewaltsam trennen musste, ist im letzten Jahr verstorben und so tragisch diese Nachricht berührte, ist inzwischen auch noch ein regelrechtes Tauziehen um den populären Bären entbrannt. Und wie immer, wenn Ärger im Anmarsch ist, geht es ums Geld! Berlin will die Handaufzucht nun nicht mehr rausrücken, aber weniger an den Neumünster Zoo zahlen, als gefordert. Ein Gericht wird nun über den Bärendeal entscheiden müssen. Geschätzte 6 Millionen soll der Berliner Zoo an dem Knut-Hype verdient haben, bei dem Streit geht es um nur 150.000 €.
Problembär MHB
Als sich 2007 mein „Mobiler Hauptbär“, kurz MHB genannt, nach Jahren rastloser Futtersuche endgültig auf den Weg in reichere Jagdgründe aufmachte, nachdem er alle verfügbaren Honignester allmählich geplündert, seinen Pelz rasiert, sein Junges verbissen und seine Nahrung umgestellt hatte, brauchte ich 2 Jahre, um den Bärenverlust zu verschmerzen und seine Mutation vom stolzen Raubtier zum Zirkus,- Dressur und Tanzbären zu akzeptieren. Immerhin habe ich gehört, dass er jetzt von seiner Trainerin dazu angehalten wird, seinem reifen Alter entsprechend, anspruchsvollere Literatur als „Teddy Brumm“ zu lesen, von vegetarischer Nahrung satt zu werden und seinen Bärenstrategien abzuschwören. Auch Bären haben eine Seele, der man offensichtlich nur psychologisch geschult zu Pelze rücken sollte. Da muss man nicht auf jeden Problembären sofort schießen, auch nicht, wenn einige dumme Schafe auf der Strecke bleiben. Keine Ahnung, ob MHB jetzt sogar gelernt hat, im Sitzen zu pinkeln, was ich nie von einem so stolzen und wilden Tier verlangt hätte und womit wir beim eigentlichen Stichwort und Thema wären:
Der Schock 2009: Charmin zieht um!
Als im April 2009 zunächst die irritierende Skandal-Meldung kam: Der CHARMIN-Bär zieht um! –wurden die Web-Blogs und Web-Foren von verzweifelten Fragen überflutet:
WER? WAS? WIE? WARUM? WESHALB? WOHIN?
Inzwischen ist der Umzug vollzogen. Ursprünglich sollte es zu ZEWA MOLL DELUXE gehen, aber nun ist :
ZEWA SOFT SAMTSTARK daraus geworden.
CHARMIN, das ist der liebenswerte, knuffige Toilettenpapier-Bär, der einer geneigten Hygiene-Fan-Gemeinde und allen Klopapier-Fetischisten seit 2002 das im wahrsten Sinne des Wortes wohl GROSS-artigste Klopapier der Welt auch hierzulande bescherte.
Die Erfolgsgeschichte von CHARMIN begann in Amerika bereits 1928, was ja nichts anderes bedeutet, als dass wir hier noch über 70 Jahre länger in der Sch…. steckten, wo die Amis schon begannen zahme Kuschelbären für unvergessliche Klo-Erlebnisse zu züchten.
Das war sozusagen Wellness-Pionierarbeit für den A…..– und das ausnahmslos für jeden.
Alle lieben Charmin!
Mit einer wahrlich charmanten und zugleich millionenschweren Werbekampagne preiste 2002 Procter&Gamble sein aktuellstes und innovativstes Hygiene-Produkt nun auch für den deutschen Markt an: das „CHARMIN COMFORT Toilettenpapier“. Die Werbung, in der CHARMIN, der immer gut gelaunte Kuschel-Braun-Bär als Comic-Figur auftrat und glückselig vom hochwertigsten Klopapier aller Zeiten schwärmte, dürfte keinem Fernsehzuschauer entgangen sein. In einem Werbevoting 2006 wählten die Zuschauer den CHARMIN Bären auf Platz 3 der beliebtesten Werbefiguren, hinter dem Kollegen von der BÄRENMARKE und den ZDF-Mainzelmännchen.

Gute Bären haben ihren Preis!
Die Preise allerdings wird viele Verbraucher wohl abgeschreckt haben, dieses Papier jemals in die Tonne zu kloppen, bzw. ins Klobecken. Diese Verbraucher, ob sie einfach nur werberesistent, klug, sparsam oder zu geizig waren, beneide ich sehr. Denn wer einmal mit diesem Luxus-Klopapier „hantiert“ hatte, der war ihm hoffnungslos verfallen! Im Kampf um dieses Klopapier im Warenkorb musste ich einige Ehekrisen in Kauf nehmen, die in der Summe jedoch den Braten nicht fetter gemacht hätten. Männer sind in ihrer Genügsamkeit manchmal auch zu beneiden, wenn Frauen das letztendlich nicht auszubaden hätten. Ich kenne Zeiten, da habe ich lieber in ein graues und hartes No-Name-Papiertaschentuch geschnäuzt und eine wunde Nase riskiert, als auf diesen Popostreichler CHARMIN verzichten zu müssen. Ich bin sogar der Meinung, dass dieses Klopapier letztendlich Kosten gespart hat. Denn mit diesem Klopapier war es nicht mehr nötig 2 Meter abzurollen, um ganz sicher zu gehen…und zum ersten Mal konnte ich mir sogar vorstellen, dass auch die “Knüller” unter den Benutzern mit CHARMIN recht gute Ergebnisse erzielen können….ausprobieren würde ich die “Knüll-Technik” selbst mit CHARMIN nicht. So sind sie eben, die traditionellen Deutschen – echte Falter, Falte auf Falte, bürokratisch gebügelt, selbst auf dem stillen Örtchen!
Bärenschlaue Technologien
Das Einzigartige an diesem Toilettenpapier war seine „besondere Technologie“. Dank dieser ließen sich doch tatsächlich endlich eine hohe Saugfähigkeit und Reißfestigkeit mit einer nie dagewesenen und außergewöhnlichen Weichheit kombinieren. In seiner ersten deutschen Auflage kam das CHARMIN-Papier mit nur zwei Papierlagen aus, weil in jeder Lage zwei Faserschichten nacheinander aufgetragen wurden: innen lange, kräftige Fasern und außen kurze, weiche. Durch ein spezielles, patentiertes Trocknungsverfahren entstand dann quasi ein Klopapier mit dreidimensionaler Oberfläche, das auch unter Druck oder in nassem Zustand erhalten blieb und keine Ärgernisse am Benutzer verursachte.
Doch genau für letztere Eigenschaft gab es zunächst von den offiziellen deutschen Testern Mängelrügen. Das fast schon stoffartige Klopapier von CHARMIN verursachte im Test nämlich Rohrverstopfungen und überschritt die herkömmlichen Auflösungszeiten 3-lagiger Klopapiere um ein Mehrfaches. Damit war vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis gefährdet. Teure Anschaffungskosten und das Risiko eines Klempnereinsatzes für ein kurzes Glück – den Pumpfix immer in Griffnähe!
Charmin der Zauberbär
Der CHARMIN-Bär legte nach. Er zauberte nicht nur das noch weichere CHARMIN-DELUXE Papier, sondern verbesserte seine Eigenschaften im Wasserkanal und sorgte dafür, dass man einmal benutztes CHARMIN-Papier nie wiedersah. Zum Vergleich hat das z.B. ZEWA-LIND offenbar bis heute nicht nötig, ganz abgesehen davon, dass es mit seinen Gebrauchseigenschaften am Mann/an der Frau nie mit CHARMIN mithalten konnte und trotzdem kein Schnäppchenpapier ist. Wer also einen Narren an seinem Klempner oder dem beinharten WERNER gefressen hat, sollte das lindgrüne Papier wählen – obwohl ein derartiger Einsatz nicht gerade der romatischste Beginn einer Beziehung ist. CHARMIN beherrschte seitdem sowohl die Feuchtgebiete, als auch die Trockendocks der Nation. Auch CHARMIN FEUCHT erhielt 2005 das Qualitätssiegel vom Institut Fresenius.
Stiftung Warentest belohnte CHARMIN, das bärenstärkste und kuschelweichste Klopapier der Welt, ab 2006 mit der Testsieger-Plakette. CHARMIN setzte sich gegen 27 Papierluschen durch!
Charmin in der Bärenkrise
Nach nur 6 kurzen Jahren der Glückseligkeit auf deutschen Toiletten kommt offenbar jedoch nun das versteckte AUS für bärenstarke Klo-Zeiten! Nun ist es also soweit, dass uns die Weltwirtschaftskrise sogar schon auf dem intimsten aller Orte heimsucht! Sch…..Krise! Die ostdeutschen CHARMIN-Benutzer trifft es meiner Meinung nach besonders hart, haben sie doch Jahre lang ihre Wunden von dem DDR-Standard Klopapier lecken müssen (hört sich jetzt echt doof an). Auf manch zarter Poposeele hat das graue, ostdeutsche Schmirgelpapier in der Tat lebenslange Narben hinterlassen. Vielleicht ist es aber auch gerade deshalb so, dass der ostdeutsche Falter sich mit viel weniger begnügt und ihm der CHARMIN zum Bärenbuckel runterrutschen kann? Ich bin kein verklärter Ostalgiker, sondern einfach nur Realist mit hart erkämpften Errungenschaften und verdienten Ansprüchen : ICH WILL CHARMIN – das echte! Auf CHARMIN verzichten hieße für mich: ZURÜCK von OB zu IMUNA, von MIELE zur WM 66, von der Jeans zur Nietenhose oder von Aceto Balsamico zu ordinärer Essig Essenz.
Charmin in der Verbannung
Fast 4 Wochen habe ich nun das neue Zuhause, des CHARMIN-Bären getestet und empfinde es geradezu als eine Frechheit, dass ZEWA für die bewährte CHARMIN-Qualität wirbt und bürgt. Ich finde, CHARMIN’s neues Zuhause ist nicht mal ein Asyl – es ist ein Verbannungsort für ausgediente Klo-Bären! Wahrscheinlich muss CHARMIN jetzt sogar die Klosetts der anderen schrubben, um für seine überteuerte Miete aufzukommen.
Verantwortungslose Kapitalhaie haben CHARMIN um seinen Donnerbalken unter freiem Schmetterlingshimmel gebracht. Und als würde das alles nicht reichen, lebt er nun auch noch unter dem bürgerlichen Namen „Leonard“ unerkannt und eingesperrt in einem kalten Kloster unter farblosen, vermummten Klo-Sanitätern, zwangverheiratet mit „Molly“ und den 3 Kuckuckskindern Bill, Dylan und Amy. Hatte der pummelige Sympathieträger wirklich eine eigene Familie? Ich dachte eher, er wäre immer so der Bärenboss, die Bärenpolizei im Wald der tausend Düfte…
Wer bitteschön nannte den CHARMIN-Bären jemals Leonard? Hey - CHARMIN war unser bester Kumpel, für den der erste Name völlig ausreichend war! CHARMIN war einmalig und konnte nie zu Verwechslungen führen. Zugegeben - er war nie das Topmodel unter den Bären, aber vielleicht war ja gerade das sein harmonietaugliches Geheimnis? Charmin hat selbstlos Kinder in Afrika mit kostenlosen Impfungen unterstützt und am Ende seine eigene Finanzspritze vergessen.
So sieht für mich jetzt jedenfalls ein gnadenloser Abstieg vom Charming-Typen zum Hartz4-Bären aus!
Es ist offensichtlich, dass der ahnungslose, gutmütige und beliebte Bär unter falschen Versprechungen einfach nur gelockt und reingelegt wurde. Erbarmungslos zwangsgeräumt aus seiner Freiheit im Märchenwald für luftige Klo-Träume, wurde er weggesperrt in die sterile ZEWA-Welt von SCA.
Ist Charmin noch zu retten?
Deutschland bangt um seinen vielleicht am heimlich-geliebtesten Bären-Star: CHARMIN, der sanfte, braune Riese mit dem relaxten Darm und der trainiertesten Bärenblase, stirbt offensichtlich vor aller Augen und keiner vermag es zu verhindern! Was können wir, die von harten oder fusselnden Klopapiergeplagten tun, um CHARMIN’s Schicksal vielleicht doch noch abzuwenden? Wie hoch ist im Allgemeinen die Lebenserwartung von Bären bei nicht artgerechter Haltung?

Nicht überall wo Bär drauf ist,
ist auch Bär drin!
Musste sich CHARMIN ja schon von Anfang an hinter den großen Lettern der ZEWA-Mafia verstecken, fragt sich nun, wie lange wird der Meister der Klorolle in diesem Käfig überhaupt noch durchhalten? Gibt es noch Hoffnung? Sollte es wirklich einzelne geben, die CHARMIN auf dem Gewissen haben, dann lieber Gott, wünsche ich mir, dass diese vom sprichwörtlichen Blitz getroffen werden. Ich will gar nicht beschreiben müssen, wie sich die Gebrauchseigenschaften des bewährten CHARMIN-Papiers nach dessen Umzug zum Negativen verändert haben. (dünner, härter, nicht mehr riebfest, nicht mehr griffig, kaum abrollbar, farb- und bärenlos) Ich würde sogar behaupten, dass die neuen „samtstarken“ Flies(?)lagen das mit Abstand schlechteste Toilettenpapier sind, das ich in den letzten Jahren getestet habe, zu einem jetzt exorbitanten und ungerechtfertigten Preis.
Im Angebot hat man für das echte 24-Rollen-Paket CHARMIN 6,99 Euro gezahlt. Nun löhnt man dafür bei Zewa im Angebot 9,51 Euro! Das sind schlappe 38 Prozent Preissteigerung! Im kleineren Vorteilspack sind jetzt statt ehemals 9 nur noch 8 Rollen zum selben Preis. Damit liegt ja wohl auf der Hand, wer den “Umzug” letztendlich bezahlt!
Die Charmin Bären Community
In der CHARMIN Bären Community liest man die verzweifelten Briefe enttäuschter Kunden, die trauernd und fast ausnahmslos auf das neue Papier von „Zewa soft samtstark“ schimpfen.
Fest steht: so viele Lokusianer können nicht irren und die Ex-Charmin-Zewa-User-Gemeinde wächst mit jeder verdauten Mahlzeit…
Respekt, dass man trotz der vielen negativen Reaktionen die CHARMIN-Webseite noch nicht geschlossen hat.
Hier mal ein Auszug aus dem Dialog einiger Kunden und Leonard, dem offenbar in Gefangenschaft schon völlig geistig verwirrten CHARMIN-Bären:
Frank schrieb am 25.05.2009: Eine ungeschicktere Aktion hat es auf dem deutschen Markt selten gegeben. Sicher, Charmin ist (war?) nur ein Toilettenpapier, aber warum eine erfolgreiche Marke einstampfen? Nur weil ein Zewa Manager meint, sein Name wäre besser? Wenn die Qualität schon gleich bleiben soll (was zu beweisen wäre), warum nicht auch Name und Verpackung? Völlig ungläubig sende ich der Community ein Kopfschütteln, das hier wohl von fast allen geteilt wird. Zewa? Nein Danke!
melina schrieb am 26.05.2009: wo ist das kind vom charmin-bär?musste es zur strafe wegen zu hohem toilettenpapierverbrauch ins heim?,oder hat man ihn im wald allein gelassen?hat der bär eigentlich seine hängematte mitgenommen?würd mich über antwort freuen Die Nachricht von melina vom 26.05.2009 wurde von Leonard, dem Charminbären beantwortet: Hallo Melina!
Endlich ist der Umzugsstress vorbei und ich hab mich mit meiner Frau Molly und unseren drei Kindern Bill, Dylan und Amy in unserem neuen Zuhause eingerichtet. Wie wir uns dort fühlen? Na bärenstark natürlich! Aber weil unsere Kleinen nicht so bärenstark sind wie ich habe ich mich um den Umzug alleine gekümmert. Die Hängematte habe ich natürlich auch nicht vergessen. Kommst du uns besuchen?
Martin schrieb am 28.05.2009: charmin war ja - im ggs. zu anderen papieren - eher ein flies als ein papier. deswegen hatte es auch nicht die üblichen lagen.
gibt es andere produkte, die auch so aufgebaut sind? Die Nachricht von Martin vom 28.05.2009 wurde von Leonard, dem Charminbären beantwortet:
Hallo Martin!
Charmin wurde im TAD-Verfahren (through air drying = Durchströmtrockungsverfahren) hergestellt. Mein neues zu Hause Zewa Soft samtstark ist genau so gut, wie mein altes. Es sieht nur anders aus. Das Papier wird im gleichen Werk und nach dem gleichen Herstellungsverfahren produziert wie bisher. Nur Name, Aufdruck und Verpackung mussten aus Lizenzgründen leider verändert werden. Aber ich und die gewohnte Qualität bleiben dir bei Zewa Soft samtstark erhalten. Probier es doch einfach mal aus und überzeug dich selbst.“
Heidi schrieb am 28.05.2009: Hallo,
Umzug??? Das ist kein Umzug, sondern ein Komplettabriss!! Es gibt die Marke “Charmin” nicht mehr und auch die Bärenprägung nicht mehr. Aber am ärgerlichsten ist, dass es die Farbe sonnengelb nicht mehr gibt. Was bitte ist daran Umzug??? Ich würde sagen, da hat man eine tolle Marke schlicht und ergreifend auf Kosten der Käufer verschwinden lassen. Zewa, nein Danke! Mit freundlichen Grüßen Heidi
Die Nachricht von Heidi vom 28.05.2009 wurde von Leonard, dem Charminbären beantwortet: Hallo Heidi!
Nach dem Verkauf von meinem alten Zuhause durch den vorherigen Besitzer wäre ich eigentlich sogar heimatlos gewesen. Aber zum Glück hat der neue Besitzer, SCA, mir geholfen: Denn jetzt findest du mich in meinem neuen Zuhause Zewa Soft samtstark. Und ich freue mich sehr, dass ich auch weiterhin mit der gewohnten Qualität für dich und alle anderen Bärenfreunde da sein kann. Übrigens, sonnengelb gibt es auch bei Zewa Soft samtstark. Großes Bären-Ehrenwort.
Bye, Bye Charmin – Hello Charmin?
Aha – da ist der Bär also aus dem Sack. Zewa ist sozusagen als Obdachlosenheim für CHARMIN’s verlorenes Waldidyll eingesprungen. Aber warum? Hat CHARMIN tatsächlich die Hasen als billige Arbeitskräfte missbraucht? War CHARMIN am Ende zu gefräßig, zu faul, zu dick? Wurde CHARMIN’s Wäldchen abgeholzt? „Does the bear shit in the woods?“ Hat die Weltwirtschaftskrise am Ende dazu geführt, dass eingeschworene CHARMIN-Kunden dem Luxus-Papier abschwören mussten, weil sie sich existentiell dafür entschieden, dass es wichtiger sei, WAS oben rein muss, damit unten überhaupt was rauskommt und nicht, wie es danach aussieht oder sich anfühlt? Hat sich das Geschäft mit dem Geschäft der Menschen in Deutschland/Österreich für CHARMIN nicht mehr gerechnet?
Vielleicht hätte man zunächst ja auch mal testen können, ob deutsche/österreichische Kunden bereit gewesen wären, für den Bären-Artenschutz auch mehr zu bezahlen?
Und wie ist das nun wirklich mit den amerikanischen Ansprüchen und der amerikanischen CHARMIN-Qualität? Meine Oma hat zumindest immer gesagt: „Wer viel frisst, macht auch viel Mist!“ Ist das nun gut oder schlecht?
“Charim Klo Papier über Internet in amerika bestellen schrieb am 13.05.2009: Hey gute nachricht man kann Charmin Klopapier über www.charmin.com in Amerika gleich auf der webseite bestellen !!! Die Nachricht von Charim Klo Papier über Internet in amerika bestellen vom 13.05.2009 wurde von Leonard, dem Charminbären beantwortet: In den USA wohnt mein Bärenbruder zwar noch bei Charmin, aber er und seine Bärenfreunde dort haben andere Ansprüche als wir. Das Papier ist also nicht identisch mit der hier gewohnten Qualität von Charmin, bzw. Zewa Soft samtstark. Aber ich und die gewohnte Qualität bleiben bei Zewa Soft samtstark erhalten. Großes Bären-Ehrenwort. Probier es doch mal aus!”
Tempo, Tempo – Wisch & Weg auf deutschen WC’s?
Besonders perfide ist im Nachhinein die Tatsache, dass ZEWA die CHARMIN-Anhänger zu seinen Komplizen gemacht hat, indem die Kapitalisten auch noch öffentlich dazu aufriefen, dem Bären beim Umzug zu helfen – ja CHARMIN sogar zwangen, seinen fröhlichen Abschied selbst zu inszenieren! Letztendlich erfolgte die Internierung so schnell, dass man fast schon von einer Nacht- und Nebelaktion sprechen kann. Verräterische Spuren hat man wahrscheinlich mit ZEWA WISCH & WEG beseitigt, denn ganz nebenbei bemerkt, sind auch die hochwertige Kücherolle BOUNTY und die Tissue- und Taschentücher TEMPO von dem Markenfresser geschluckt worden.
Mit TEMPO, der wohl erstklassigsten Papiertaschentuchmarke auf dem deutschen Markt, ist jetzt das GANZ GROSSE GESCHÄFT in der Testphase. TEMPO wirbt für ein neues Toilettenpapier! Ist die Qualität für die Nase so gut wie für den Popo, könnte TEMPO dem CHARMIN-Bären im Schweinstempo den Rang ablaufen. Aber mal ehrlich, wer will sich schon auf dem Lokus mit TEMPO, TEMPO triezen lassen und die Assoziation zur Nase ist auch irgendwie unglücklich.
Mit CHARMIN war das anders. CHARMIN stand für Bärengemütlichkeit und Kuscheleinheiten – ein rundum Sorglos–Toiletten-Paket. CHARMIN war der zahme Freund unbeschwerter WC-Stunden, auf CHARMIN war immer Verlass. Mit CHARMIN haben Kinder spielend gelernt sauber zu werden, Männer gelernt Prioritäten zu setzen und Frauen gelernt auch auf dem Klo positiv zu denken.
Sollte mir TEMPO Klopapier wirklich zusagen, würde ich da nicht meine große Liebe zu CHARMIN verraten? Angeblich soll das Alternativ-Produkt TEMPO PLUS von ZEWA nun das CHARMIN DELUXE Papier ersetzen…ohne Bär, versteht sich.
Was erwartet uns als nächstes? Ein Tempo-Maskottchen? Ein Tempo-Schweinchen, das quasi als wild gewordene Sau, Tempo unter deutschen Hintern macht? Verbrachten die Deutschen am Ende zu viel Zeit und zu wenig Papier auf ihren Toiletten?
Charmin trifft auf Ulkbär
Daraus könnte man doch echt mal was fürs Fernsehen schreiben, oder wenigstens für den ULKBÄR. Der sammelt ja auch Witze und setzt sie um. Vielleicht den hier aus der Community: (?)
Paul-Jürgen Siebenstöcker von Bärenstolz schrieb am 15.05.2009: Hallo Leonard,
viele Grüße von mir, Paul-Jürgen Siebenstöcker von Bärenstolz. Ich bin ein kecker Plüschbär aus Solingen und wünsche Dir alles Gute beim Umzug. Übrigens es ist gut, dass es Dich gibt, weil wir Bären uns jetzt auch ganz weich den Hintern wischen können! Weißt Du warum ich das so sage? Ich will es Dir erklären:
Eines Tages geht der Förster in den Wald und trifft das Eichhörnchen, das bitterlich weint. “Warum weinst Du so?” fragt der Förster. “Ich habe den Bär getroffen und der hat mich gefragt, ob ich fussele!” “Ja und?” fragt der Förster. “Ich habe dem Bär gesagt ich fussel nicht und da hat sich der Bär mit mir den Po abgewischt!” “So geht das ja nicht!” sagt der Förster, sucht den Bär, findet ihn aber nicht. Am nächsten Tag sitzt die Amsel weinend vor dem Förster. Auch sie hatte der Bär gefragt, ob sie fusselt und auch mit ihr hatte sich der Bär den Pöter abgewischt. “Nein, nein, so geht das nicht!” spricht der Förster und sucht den Bär, findet ihn aber wieder nicht. Am nächsten Tag trifft der Förster im Wald das Eichhörnchen und die Amsel, die beide herzhaft lachen. “Warum seid Ihr denn so guter Dinge, warum lacht Ihr so vergnügt?” fragt der Förster. Die beiden wie aus einem Mund: “Förster, der Bär hat heute den Igel gefragt, ob er fusselt!” Und die Moral von der Geschicht’ - der Bär kennt offenbar Charmin nicht!“
Charmin for ever!
In Communities liest man also, dass Heerscharen von CHARMIN-Anhängern nun die Supermärkte nach Restbeständen abklappern und alles aufkaufen, was noch nicht weggespült wurde. Ich beneide die Leute mit viel Nebengelass und großen Kellern oder Dachböden und werde die letzte Rolle der Winteredition mit weihnachtlichem Duft wohl ewig als Andenken aufheben oder zu eines der knuffigen CHARMIN-Plüschexemplare platzieren.
Ich kenne einige Klo-Benutzer, die beim wichtigsten Geschäftsabschluss des Tages zu leichter Lektüre fürs Nebenbei-Lesen greifen. Wäre es übertrieben, wenn ich das CHARMIN-Buch nun in die Klo-Bibliothek aufnehme? Erfährt man aus diesem Buch mehr über das Privatleben eines Bären, den man so liebte, mit dem man täglich so intim war und am Ende doch nicht wirklich kannte? Hat CHARMIN tatsächlich eigene Kinder, wäre die Spezies am Ende doch noch nicht vorm Aussterben bedroht?
Charmin kaufen!
Irgendwann neigt sich auch der größte Vorrat dem Ende und in beschi….. Zeiten wie diesen, ohne Nachschub aus dem Hinterland, ohne Schonzeiten für Bären und ohne Klopapier auf Rezept, macht das alles auf Dauer keinen Sinn.
An Hand des ausführlichen Testberichts von APM bei Dooyoo, kann →HIER jeder mal nachlesen und ausrechnen, wie lange seine CHARMIN-Vörräte wohl halten könnten – unvorhergesehene Darmprobleme natürlich ausgenommen.
Früher oder später brechen sie also an, die einsamen Klo-Momente ohne CHARMIN!
Wer sich jetzt dennoch schnell mit dem bärigen Klopapier eindecken will, sollte via´ Internet noch fündig werden. CHARMIN wird jetzt regelrecht verramscht und in Restbeständen zum Sonderpostenpreis angeboten. Beim Händler des Vertrauens um die Ecke, könnte das schon vielfach zu spät sein.
Ch…Ch…Ch…Chüss Charmin
Manchmal sind Zwangsabschiede auch Neuanfänge oder wie Hermann Hesse schon sagte: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ Bei CHARMIN erschließt es sich mir noch nicht so ganz und statt Hermann Hesse kommt mir beim Abschied zu diesem Lieblingsbären eher Loriot in den Sinn – nach dem Motto – Ein Leben ohne CHARMIN ist möglich aber sinnlos!
In diesem Sinne: Bleiben Sie sauber auch ohne den Ch…Ch… Ch…Charmin Bär!
Und für alle, die CHARMIN nie kennengelernt haben und diesen Artikel dennoch bis zum Ende durchgehalten haben, vielleicht ein letzter sympathisierender Denkanstoß:
“Erika schrieb am 05.05.2009: LEUTE!! Habt ihr keine anderen Sorgen? Ich würd’s ja verstehen, wenn es um etwas zu essen ginge.. aber KLOPAPIER?? Ist das nicht scheißegal (im wahrsten Sinne..) ob da ein Bär drauf ist oder nicht? Oder gelb-blau-gestreift? So lang die Menschheit solche Probleme hat, geht’s uns nicht schlecht genug.”

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geschrieben von: Birgit Klawonn



















