Foto: dpa ©www.spiegel.de / Kein Witz: Ausgerechnet Verarschemeister Oliver Pocher (30) knackte heute als erster Kandidat in Jauch seinem Prominentenspecial “Wer wird Millionär” den Jackpot und erleichterte RTL um 1 Million Euro für den guten Zweck! Schwächelte er zwischendurch auch an der “Schwammtaucher“-Frage, zockte er sich mit viel Glück, Geschick und Mut zum Risiko bis zur Finalfrage und ließ alle Promi-Kollegen, nebst Harald Schmidt, hinter sich. RESPEKT! Einzig mein Lieblings-Comedian Hape räumte schon einmal die gleiche Summe ab, allerdings mit 2 Identitäten und in 2 unterschiedlichen Sendungen. 500.000 € als Hape Kerkeling und 500.000 € als Horst Schlämmer. Letztere war eine der besten und witzigsten “Wer wird Millionär”- Sendungen überhaupt.
Die 1-Million-Euro-Frage am 30.05.2008:
“Das Nagel-Schreckenberg-Modell liefert eine Erklärung für die Entstehung von …?”
A: Sandwüsten B: Verkehrsstaus C: Grippewellen D: Börsencrashs
Erst bei der 12. Frage opferte Olli Pocher den ersten Joker und rief seinen ARD-Programmchef, Dr. Günter Struve, an. Der nachfolgende Schlagabtausch zwischen Jauch und Struve sorgte für allerlei Erheiterung im Publikum.
Frage: “Woran machte sich Opa zu schaffen, wenn er am Perpendikel herumfummelte? A: Moped, B: Grammofon, C: Standuhr, D: Oma.
Günther Jauch: “Nein, den rufen wir jetzt an? Den Programmdirektor der ARD? Das ist ja schleimig. Den haben Sie als Joker genommen? Glauben Sie, dass er einen Sachverhalt in 30 Sekunden …” Oliver Pocher: “Nein, aber wir versuchen es einfach.” Am Telefon: “Hier spricht Günther Jauch.” Günter Struve: “Mein Gott!” Günther Jauch: “Mein Lieblingsprogrammdirektor der ARD. Das ich es nicht zur ARD schaffe, das wurde mir irgendwann klar. Aber das Sie es bis zu RTL schaffen, dass ist die eigentliche Leistung”. Günter Struve: “Es ist ein Akt der Güte, lieber Herr Jauch.”
Struve machte es spannend, lieferte ganz gelassen in der letzten Sekunde die richtige Antwort!
Für die 1-Million-Euro-Frage hatte Oliver Pocher dann noch ein Ass im Ärmel, den Publikums-Joker: “Ich hätte eine Vermutung, aber die äußere ich nicht. Ich frage das Publikum”. Mit 70% entschied sich das Publikum dann zwar für Antwort B, zu diesem Zeitpunkt wusste Pocher allerdings nicht, dass nur 32 Leute von knapp 200 auf den Antwortknopf gedrückt hatten. Für den Fall, dass Pocher mit seiner Antwort falsch gelegen hätte, wäre er auf 500 € zurückgefallen. Spontan entschloss sich Pocher 100.000 € aus eigener Tasche zu spenden, falls er sich verzocken würde. B eingeloggt – kurze Zitterpartie – lange Werbepause – beklemmende Stille im Studio. Dann die Erlösung, Antwort B ist richtig! Pochers Mutter hatte übrigens geträumt, dass ihr Sohn die Million knackt - auf Mutterinstinkt ist Verlass!
Der Saal tobte, Gold regnete vom Himmel und Freundin Monica Ivancan („Das Model und der Freak“) jubelierte tänzelnd auf der Bühne. Neben Pocher waren heute noch Michaela Schaffrath alias „Gina Wild“ (125.000 € Gewinnsumme), die hessische SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti (64.000 €) und Talkmaster und Fußballkommentator Reinhold Beckmann (64.000 €) als prominente Rategäste geladen.
Oliver Pocher wird den Gewinn zwischen der “Per Mertesacker Stiftung” sowie der “McDonalds Kinderhilfe” aufteilen.
Gespannt bin ich nun, wie Pocher in seinen kommenden Fernseh- und Show-Auftritten dieses Erfolgserlebnis unterbringen wird. Oliver Pocher, der seine Pointen gern mal tief unter die Gürtellinie ansiedelt, um und dann immer mal wieder nachzustechen, gehört zu den umstrittensten Comedians in Deutschland. Während sich die einen bei ihm regelmäßig schlapp lachen, finden ihn andere allerdings vollkommen “unlustig”.
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geschrieben von: Birgit Klawonn


















